Es gibt Momente, in denen die Faszination für die Berge und die tragische Realität ihrer Gefahr aufeinandertreffen. Der Tod des französischen Bergsteigers Hugo Lucio Colonia Lazaro auf dem Ama Dablam im Oktober 2025 ist ein solcher Moment – und wirft ein Schlaglicht auf die Risiken, die den Traum vom Gipfel begleiten. In diesem Artikel beleuchten wir die Hintergründe des Unglücks, die Umstände der Rettung und was angehende Alpinisten über diesen anspruchsvollen Berg wissen sollten.

Höhe des Ama Dablam: 6.812 m ·
Lage: Khumbu, Nepal ·
Todesfälle in der Saison 2025: 2 ·
Jüngster Todesfall: 27. Oktober 2025

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Hugo Lucio Colonia Lazaro (65) starb nach der Besteigung des Ama Dablam (TF1 Info)
  • Er wurde am 22. Oktober per Hubschrauber evakuiert und starb am Folgetag (TF1 Info)
  • Auch der Südkoreaner Hong Khy Park (66) starb im gleichen Zeitraum am Berg (RTL)
2Was unklar ist
  • Die genaue Todesursache von Hugo Lazaro wurde nicht abschließend veröffentlicht
  • Ob es frühere französische Todesfälle auf dem Ama Dablam gab, ist nicht umfassend dokumentiert
3Zeitleisten-Signal
  • 22. Oktober 2025: Hugo Lazaro wird per Hubschrauber nach Kathmandu gebracht (TF1 Info)
  • 23. Oktober 2025: Er stirbt nach der Evakuierung (TF1 Info)
  • 27. Oktober 2025: Bestätigung des Todes durch lokale Behörden (TF1 Info)
4Wie es weitergeht
  • Die nepalesischen Behörden prüfen, ob die Klettersaison angepasst werden muss
  • Expeditionsveranstalter raten zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und medizinischer Notfallvorsorge

Sechs zentrale Fakten auf einen Blick – darunter die jüngsten Ereignisse und die Charakteristika des Berges.

Merkmal Wert
Berg Ama Dablam
Höhe 6.812 m (RTL)
Lage Khumbu-Region, Nepal (RTL)
Erstbesteigung 1961 (durch eine britische Expedition)
Anzahl Todesfälle in der Herbstsaison 2025 2 (TF1 Info)
Jüngster französischer Todesfall Hugo Lucio Colonia Lazaro (Oktober 2025, TF1 Info)

Welche französische Bergsteigerin ist in Nepal gestorben?

Die Suchanfrage zielt auf eine weibliche französische Bergsteigerin ab. Die aktuell bestätigten Todesfälle auf dem Ama Dablam betreffen jedoch männliche Alpinisten. Der Franzose Hugo Lucio Colonia Lazaro starb im Oktober 2025, wie TF1 Info (französischer Nachrichtensender) berichtet. Informationen über eine französische Bergsteigerin auf dem Ama Dablam liegen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Hugo Lucio Colonia Lazaro – der jüngste Todesfall eines französischen Bergsteigers

Der 65-jährige Franzose bestieg den Ama Dablam erfolgreich, erkrankte jedoch auf dem Rückweg. Das nepalesische Tourismusministerium (Behörde) bestätigte, dass er am 22. Oktober per Hubschrauber nach Kathmandu evakuiert wurde und am Folgetag starb. Sein Tod wurde am 27. Oktober offiziell gemeldet.

Das Paradox

Der Gipfelerfolg gelang – doch der Abstieg wurde zur tödlichen Falle. Für Hugo Lazaro war der Traum vom Gipfel Wirklichkeit geworden, bevor die Höhenkrankheit ihn einholte. Das zeigt: Selbst erfahrene Alpinisten sind auf dem Ama Dablam nie vor medizinischen Notfällen sicher.

Gibt es Leichen auf dem Ama Dablam?

Ja, der Berg wird manchmal als „Friedhof der Alpinisten“ bezeichnet. Nach Angaben von RTL (französischer Radiosender) liegen die sterblichen Überreste mehrerer Verunglückter am Berg. Die genaue Anzahl ist nicht bekannt, da viele Körper aufgrund der extremen Höhe und des Aufwands nie geborgen wurden.

Warum werden Leichen nicht geborgen?

Bergungen oberhalb von 6.000 Metern sind extrem gefährlich. Die dünne Luft, Steinschlag und die schwierige Topografie machen jeden Rettungseinsatz zu einem hohen Risiko für die Helfer. Zudem sind die Kosten für eine professionelle Bergung immens – oft sechsstellig.

Die Krux

Der Ama Dablam ist kein Massengrab, aber er ist ein Ort, an dem die Natur die letzte Ruhestätte der Verunglückten bestimmt. Für Angehörige bleibt oft nur die Gewissheit, dass ihre Liebsten in den Bergen bleiben.

Wie hoch ist die Sterblichkeit auf dem Ama Dablam?

Exakte Zahlen zur Sterblichkeitsrate werden nicht von allen Behörden veröffentlicht. Schätzungen von Expeditionsveranstaltern gehen von etwa 1,5 % der Besteigungen aus. Der Berg gilt als technisch anspruchsvoll – RTL (französischer Radiosender) beschreibt ihn als „Berg mit steilen Flanken und anspruchsvollen Passagen“.

Das Muster: Die Sterblichkeit entspricht in etwa der des Mount Everest, obwohl der Berg 2.000 Meter niedriger ist. Was dies bedeutet: Die technische Schwierigkeit kompensiert die geringere Höhe.

Vergleich mit anderen Achttausendern

Im Vergleich zum Mount Everest (ca. 1 % Sterblichkeit) oder dem tödlichsten Achttausender Annapurna (ca. 4 %) liegt der Ama Dablam im mittleren Bereich. Seine technischen Schwierigkeiten – insbesondere die Durchquerung der „Gelben Wand“ und der „Gratpassagen“ – erfordern fortgeschrittene Kletterfähigkeiten.

Wo ist die Leiche von Rob Hall?

Rob Hall, der berühmte neuseeländische Bergführer, starb 1996 am Mount Everest – nicht am Ama Dablam. Die Verwechslung entsteht durch die zahlreichen Todesfälle in der Himalaya-Region. Seine Leiche liegt am Südgipfel des Everest, nicht auf dem Ama Dablam. Für den Ama Dablam sind derzeit keine prominenten nicht geborgenen Leichen öffentlich dokumentiert – die aktuellen Todesfälle von 2025 verdeutlichen jedoch die anhaltende Gefahr.

Häufige Verwechslung

Die Frage wird oft im Zusammenhang mit dem Ama Dablam gestellt, obwohl Rob Hall am Everest starb. Das zeigt, wie sehr die Dramatik des Bergsteigens die öffentliche Wahrnehmung prägt. Die beiden Todesfälle von Oktober 2025 sind die jüngsten Mahnmale für die Risiken des Ama Dablam.

Was kostet eine Besteigung des Ama Dablam im Durchschnitt?

Die Kosten für eine geführte Expedition liegen in der Regel zwischen 10.000 und 15.000 Euro, abhängig von Ausrüstung, Teamgröße und Service. In diesem Betrag sind Genehmigungen, Träger, Zelte und teilweise Flaschensauerstoff enthalten – jedoch keine Anreise und persönliche Ausrüstung. Individuelle Expeditionen mit minimaler Unterstützung können günstiger sein, steigen aber das Risiko.

Die Kalkulation: Der Preis deckt die Logistik, aber nicht den Sicherheitspuffer. Was dies bedeutet: Ein seriöser Veranstalter investiert in Kommunikationssysteme und medizinisches Personal.

Zusätzliche Ausgaben und Genehmigungen

Nepal erhebt eine Genehmigungsgebühr für den Ama Dablam, die je nach Saison variiert. Hinzu kommen Kosten für einen lokalen Führer, Versicherung und medizinische Notfallvorsorge. Ein vollständig organisierter Trip kann bis zu 18.000 Euro kosten.

Was zu beachten ist

Für angehende Alpinisten: Der Preis ist nicht das einzige Kriterium. Die Wahl eines seriösen Veranstalters mit erfahrenen Höhenbergführern und funktionierender Notfallkommunikation kann über Leben und Tod entscheiden. Ein günstiger Trip mag verlockend sein – die Todesfälle von 2025 zeigen, wo die wahren Kosten liegen.

Zeitleiste der Ereignisse am Ama Dablam

Die folgende Zeitleiste fasst die Schlüsselereignisse der Saison 2025 zusammen, ergänzt um historische Meilensteine.

  • 22. Oktober 2025: Evakuierung von Hugo Lazaro per Hubschrauber nach Kathmandu (TF1 Info)
  • 23. Oktober 2025: Tod von Hugo Lazaro (TF1 Info)
  • 27. Oktober 2025: Offizielle Bestätigung des Todes (TF1 Info)
  • 28. Oktober 2025: Meldung über den Tod des Südkoreaners Hong Khy Park durch RTL (RTL)
  • 1961: Erstbesteigung des Ama Dablam durch eine britische Expedition
Fazit: Der Ama Dablam ist kein Berg für Anfänger. Die beiden Todesfälle im Oktober 2025 zeigen, dass selbst erfahrene Alpinisten an den Folgen von Höhenkrankheit unerwartet sterben können. Für Expeditionsteilnehmer: Die beste Versicherung ist medizinische Vorbereitung und ein Notfallplan. Für Veranstalter: Eine transparente Kommunikation über Risiken ist unabdingbar.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

  • Hugo Lucio Colonia Lazaro (65) bestieg den Gipfel und starb nach Evakuierung (TF1 Info)
  • Hong Khy Park (66) starb im gleichen Zeitraum (RTL)
  • Der Ama Dablam ist 6.812 m hoch und liegt in der Khumbu-Region (RTL)
  • Die genaue Todesursache von Hugo Lazaro ist nicht öffentlich bekannt
  • Die genaue Anzahl der nicht geborgenen Leichen am Berg ist unklar
  • Ob die nepalesischen Behörden die Saisonregelungen verschärfen werden, steht noch nicht fest

„Der französische Alpinist Hugo Lucio Colonia Lazaro erreichte den Gipfel, erkrankte aber während des Abstiegs und musste per Hubschrauber evakuiert werden“, so ein Vertreter des nepalesischen Tourismusministeriums (Behörde) gegenüber TF1 Info.

„Es ist tragisch, dass zwei erfahrene Bergsteiger in derselben Woche auf dem Ama Dablam ums Leben kamen“, sagte ein Sprecher der Rettungsdienste (Rettungskräfte) gegenüber RTL.

Die Berge fordern ihren Tribut, und der Ama Dablam ist ein besonders deutliches Beispiel dafür. Für angehende Alpinisten, die diesen Traum verwirklichen wollen, ist die Lehre klar: Eine gründliche Vorbereitung auf die Höhenkrankheit, die Wahl der richtigen Jahreszeit und ein vertrauenswürdiger Veranstalter sind nicht verhandelbar – der Preis für Nachlässigkeit ist das Leben.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Ama Dablam gefährlicher als der Everest?

Der Ama Dablam ist technisch anspruchsvoller, aber niedriger. Die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 1,5 % – vergleichbar mit dem Everest. Tödlich sind vor allem Höhenkrankheit und Steinschlag.

Welche Ausbildung brauche ich für den Ama Dablam?

Fortgeschrittene Kletterkenntnisse in Eis und Fels sind notwendig. Empfohlen werden Erfahrungen auf anderen Sechstausendern sowie eine gute Akklimatisation.

Kann man den Ama Dablam ohne Sauerstoff besteigen?

Ja, die meisten Alpinisten besteigen den Berg ohne zusätzlichen Sauerstoff. Der Gipfel liegt unter 7.000 m, sodass der Körper sich anpassen kann.

Wie lange dauert eine Besteigung?

Die meisten Expeditionen dauern 15 bis 20 Tage, inklusive Akklimatisationstouren. Der reine Aufstieg vom Basislager zum Gipfel benötigt 3–4 Tage.

Gibt es eine Jahreszeit mit geringerem Risiko?

Die Hauptsaison im Frühling (April–Mai) und Herbst (Oktober–November) bieten die stabilsten Wetterbedingungen. Dennoch kann das Wetter jederzeit umschlagen.

Welche bekannten Alpinisten sind am Ama Dablam gestorben?

In der jüngeren Geschichte sind vor allem die Todesfälle von 2025 dokumentiert. Historisch sind einzelne tragische Unfälle bekannt, aber nicht immer umfassend aufgezeichnet.